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Der Tabak ist die Seele der Zigarette

Der Tabak bildet den Kern jeder Zigarette, wird aber auch in anderen Formen wie etwa Zigarren, Schnupftabak und mittels Pfeife konsumiert. Dabei ist hierzulande der Tabakkonsum alles andere als ein Fremdwort. In Österreich gibt es Statistiken zufolge über zwei Millionen Raucher, was in etwa einem Viertel der Bevölkerung entspricht. Beachtet man jedoch die ausgeglichene Altersverteilung liegt der Schluss nahe, dass nahezu jeder zweite Erwachsene Staatsbürger Tabakerzeugnisse konsumiert. Umso wichtiger ist es da sich mit den Produkten näher auseinander zu setzen und ein Verständnis für qualitative Unterschiede und die Wirkung auf den Körper zu entwickeln.

 

 

Die Tabakpflanze oder auch Nicotiana, (benannt nach Jean Nicot) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Der wichtigste Inhaltsstoff der Tabakpflanze ist das Nikotin. Tabak galt lange Zeit als Genussmittel, wird jedoch mittlerweile aufgrund des ausgesprochen hohen Nikotingehalts als Droge eingestuft.

 

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde an die 90 % des Tabaks in den Südlichen Ländern angebaut. Dabei verlagert sich der Anbau immer weiter in Richtung Dritte Welt Länder. Dabei ist der Standort der Tabakplantagen ausschlaggebend für das Aroma und die Güte der Tabakerzeugnisse. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass auch die beste Verarbeitung aus schlechtem Tabak keine guten Zigaretten oder Zigarren ermöglicht. Man unterscheidet die Tabakblätter je nach Aroma. Dies hängt nicht unwesentlich davon ab, wo an der Pflanze diese gewachsen sind. Denn während die Tabakblätter im oberen Bereich der Pflanze ausgesprochen kräftig und dunkel sind, werden sie nach unten hin zunehmend heller und milder.

 

Die Kunst der Tabakverarbeitung liegt insbesondere Darin das jeweilige Aroma der Tabakblätter beim Fermentieren und Trocknen zu erhalten und die Blätter vor Schäden zu schützen. Nach einem langwierigen meist fünfzigtägigem Fermentierungsprozess, werden die Tabakblätter nach Güte sortiert. Wobei die besten Blätter meist zu handgerollten Zigarren verarbeitet werden. Eine wesentliche Kunst ist es auch, die Tabaksorten geschickt zu mischen um ein Maximum an Aroma zu erhalten.

 

Es liegt meist am Verbraucher das für ihn richtige Aroma zu finden. Leider neigen sehr viele Raucher dazu, den Geschmack zugunsten des Nikotinkonsums zu übergehen. Dabei kann auch der Tabak durchaus einen sehr angenehmen Geschmack haben. Feine Nuancen wie mild nussig, hölzern, kräftig, blumig oder herb vermag sicherlich nicht jeder auf Anhieb herausschmecken. Hat man seine Sinne jedoch soweit auf die Qualität des Tabaks geschult, wird der Konsum zu einem wahren Hochgenus, ohne dass der Nikotinrausch dabei im Vordergrund steht.