Die Zigarette als technisches Meisterwerk
Der Konsum von Tabak und Tabakerzeugnissen zieht sich durch die Europäische Geschichte wie ein roter Faden. Seit dieser im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht wurde, hat es sich wie ein Lauffeuer ausgebreitet. Dabei war man noch Jahrhunderte von der uns bekannten Zigarette entfernt. Diese kam nämlich erst 1850 auf den Markt womit der Siegeszug der Zigarette besiegelt war. Auch wenn anfänglich die Zigarette ein Billigerzeugnis aus Tabakresten war, hat sich diese doch zu einem Hightechprodukt weiterentwickelt. Nicht umsonst investieren die Tabakkonzerne Milliarden in stetige Entwicklung. Der Verbraucher soll stets eine gleichbleibend gute Qualität erhalten und das Rauchen als Erlebnis genießen.
Der Aufbau der Zigarette
Die Zigarette hat einen verhältnismäßig simplen Aufbau. Diese besteht aus vier Komponenten, wovon zwei existentiell für die Zigarette sind. Der Tabak bildet den Kern der Zigarette, dieser ist in das Zigarettenpapier gerollt oder gestopft wodurch das Rauchen ermöglicht wird. Am Ende der Zigarette befindet sich ein Mundstück, in dem sich meist der Filter befindet. In den letzten Jahrzehnten haben sich bei all diesen Komponenten der Zigarette entscheidende Entwicklungen vollzogen. Nicht zuletzt um die Rauchentwicklung zu begünstigen und den Konsum für den Verbraucher angenehmer zu gestalten.
Zigarettenfilter
Die Aufgabe des Zigarettenfilters ist es den Anteil gesundheitsschädlicher Stoffe aus dem Rauch abzufangen. Der Filter besteht aus Celluloseacetat, einem Kunststoff, welcher aus Cellulose und Essigsäure hergestellt wird. Dieser Stoff ist schwer entflammbar und weist eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme, was der Verwendung als Zigarettenfilter zugute Kommt. Neben Schadstoffen, nimmt der Filter auch Verfärbungen sehr schnell auf. Dadurch erhält der Filter bei verbrauchten Zigaretten eine gelbe bis braune Färbung. Das Orangefarbene Mundstück der Zigarette soll diese Verfärbung des Zigarettenfilters verdecken. Einige Raucher neigen dazu, aus Geschmacksgründen die Filter vor dem Konsum zu entfernen. Die Auswirkung auf die dadurch steigenden Gesundheitsrisiken lässt sich jedoch nur schwer abschätzen.
Das Zigarettenpapier oder Papers
Das Zigarettenpapier weist eine nicht zu unterschätzende Komplexität auf. Dieses besteht aus Zellstoffen welche aus verschiedenen Hölzern sowie Hanf, Flachs oder Reis gewonnen wird. Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist die Dicke des Papiers. Bei industriell gefertigten Zigaretten beträgt sich die Flächenbezogene Masse in einem Rahmen rund um 18-20 g/m². Zum Vergleich, ein Handelsübliches Druckerpapier mittlerer Qualität hat 80 g/m². Je dünner das Papier desto angenehmer ist das Rauchverhalten. In der Regel verhält sich das Zigarettenpapier geschmacks- und geruchsneutral. Entwickelt die Zigarette beim abbrennen den typischen Geruch verbrannten Papiers, spricht es für eine minderwertige Qualität weshalb davon abzuraten ist. Nicht zu verwechseln mit dem Geruch und Geschmack von aromatisiertem Zigarettenpapier, welches in den unterschiedlichsten Geschmäckern erhältlich ist.